Brandschutzbeauftragte

Aufgaben des Brandschutzbeauftragten

In vielen Betrieben ist ein Brandschutzbeauftragter bestellt. Seine Bestellung, Aufgaben,Qualifikation und Ausbildung sind in der vfdb-Richtlinie 12-09/01 beschrieben.Der Brandschutzbeauftragte hat den Brandschutz-Verantwortlichen eines Betriebes (Arbeitgeber / Unternehmer, Betriebsleiter, Behördenleiter) in allen Fragen des Brandschutzes zu unterstützen. Diese Unterstützungstätigkeit kann beispielhaft sein das Aufstellen von Brandschutzordnungen, das Überwachen der Einhaltung rechtlicher Vorgaben (z.B. Alarm- und Feuerwehrpläne, Flucht- und Rettungspläne, Regelungen bei Heißarbeiten usw.), die Ausbildung von Mitarbeitern, wie z.B. Brandschutzhelfern, unterwiesenen Personen usw. und die Überwachung der Benutzbarkeit von Flucht- und Rettungswegen.

Die Beschäftigten

Die Unterweisung aller Beschäftigter eines Betriebes richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers für die einzelnen Arbeitsplätze eines Betriebes.

Siehe hierzu auch ArbStättV §§ 5 und 6.
Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.Unabhängig vom Gefährdungspotenzial sind mindestens folgende Inhalte zu vermitteln: die Alarmierung und die Alarmierungssignale, die Gebäuderäumung mit den Flucht- und Rettungswegen, die vorhandenen Löscheinrichtungen und ihr Gebrauch. Dabei sollten betriebliche Schwerpunkte, insbesondere aus aktuellem Anlass, aufgegriffen werden.Die Unterweisung muss mindestens einmal jährlich erfolgen. Sie ist mit genauem Inhalt, dem Vortragenden und den Teilnehmern eindeutig zu dokumentieren.

Der Brandschutzhelfer

Der Brandschutzhelfer ist über die gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung aller Beschäftigter hinaus zusätzlich für folgende Aufgaben (beispielhaft, nicht vollständig) zu schulen:

  • Bekämpfung von Entstehungsbränden
  • Besondere Aufgaben bei der Gebäuderäumung und an den Sammelplätzen
  • Hilfe bei der Evakuierung behinderter Beschäftigter
  • Einweisung der Feuerwehr
  • Besondere betriebsspezifische Maßnahmen im Brandfall

Brandschutzhelfer können ihre Aufgaben nur dann effektiv wahrnehmen, wenn die Unterweisung aller Beschäftigten regelmäßig durchgeführt wird (s.o.).
Ausbildung des Brandschutzhelfers Die Ausbildung des Brandschutzhelfers ist abhängig von den betriebsspezifischen Aufgaben, die der Brandschutzhelfer in seinem Betrieb im Brandfall wahrnehmen soll. In Betrieben mit Brandschutzbeauftragten (BSB) wird der BSB die Aufgaben ermitteln, die bei einem Brandfall von dem Brandschutzhelfer wahrgenommen werden sollen und sie dem Arbeitgeber zur Umsetzung vorschlagen. Der BSB wird auch die Art und den Umfang der Unterweisung der Brandschutzhelfer ausarbeiten. Er wird grundsätzlich auch die Ausbildung betriebsbezogen durchführen.

Brandbekämpfung

Eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten ist in der Handhabung der am Arbeitsplatz vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen auszubilden. Die Ausbildungsdauer sollte für einen theoretischen Teil und eine praktische Unterweisung in Abhängigkeit der vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen mindestens 90 Minuten betragen.
Idealerweise sollten dabei die am Arbeitsplatz vorhandenen Feuerlöschertypen verwendet werden. Wenn in einem Büro- oder Verwaltungsbetrieb beispielsweise nur brennbares Material der Brandklasse A vorhanden ist und nur Wasserlöscher vorgehalten werden, reicht die Ausbildung an Wasserlöschern aus. Hier ist im allgemeinen kein Übungsfeuer erforderlich.In einem Betrieb mit brennbaren Flüssigkeiten (Brandklasse B) werden Pulverlöscher zum Einsatz kommen. Hier ist selbstverständlich auch das Ablöschen von Flüssigkeitsbränden mit Pulverlöschern zu üben, ggf. auch das Ablöschen brennender Personen. Die Unterweisung ist auf einem geeigneten Übungsgelände durchzuführen. Sind in einem Betrieb Wandhydranten vorhanden, dann sind die Brandschutzhelfer auch in die Bedienung der Wandhydranten einzuweisen. Brandschutzhelfer für die Evakuierung Behinderter Werden in einem Betrieb Mitarbeiter beschäftigt, die aufgrund ihrer Behinderung bei einer Evakuierung Hilfe durch andere Personen bedürfen, sind diese Personen zu benennen. Sie sind mit den personenbezogenen Maßnahmen vertraut zu machen. Mit diesem Personenkreis sind regelmäßige Übungen grundsätzlich erforderlich. Auch dann, wenn mit den übrigen Beschäftigten keine Evakuierungsübungen erforderlich sind.

Weitere mögliche Aufgaben für Brandschutzhelfer
Je nach betrieblichen Besonderheiten können Brandschutzhelfer für weitere Aufgaben im Brandfall vorgesehen werden. Dies kann z.B. das Einweisen der Feuerwehr sein.

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Kursgebühr: 1995,00 €